Neue Mittelschule Steinergasse
Steinergasse 25 | A-1230 Wien
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Geschichte

Die Steinergasse ist benannt nach dem verdienstvollen Volksschuldirektor Ferdinand Steiner. Er wurde am 2.5.1830 in Ernstbrunn (NÖ) geboren. Nach Anstellungen in Korneuburg, Baden, Döbling und Prinzendorf wurde er Unterlehrer in Atzgersdorf, später Oberlehrer.


In Anerkennung seiner vielen Verdienste um Kirche, Schule und Gemeinde wurde ihm am 11.2.1888 der Direktortitel verliehen. Am 12.11.1888 verstarb er nach 42 jähriger Dienstzeit.
Die rapide Entwicklung der Gemeinde bedingte auch die rasche Zunahme der Schulkinder. Die Zahl der Schulkinder betrug damals 1002.

Dieser Umstand erforderte 1894 und 1914 bedeutende Zubauten an der heutigen Volksschule auf dem Atzgersdorfer Kirchenplatz. Außerdem ergab sich die Notwendigkeit der Errichtung eines zusätzlichen Schulhauses. Dieser Neubau wurde in der Steinergasse errichtet. Bemerkenswert ist die Lage der Schule im damals völlig freien Gelände!


Am 2. Dezember 1908 (dem Tag des 60jährigen Regierungs-Jubiläums Kaiser Franz Josefs) wurde diese Doppelbürgerschule in der Steinergasse eingeweiht.
In der "Denkschrift zum 80jährigen Bestand der Atzgersdorfer Volksschule" von Mayer von Rosenau (1935) wird erwähnt, dass ...



"... in sämtlichen Räumen die elektrische Beleuchtung eingeführt sei. Nebst der Wohnung für den Direktor und den Schuldiener gab es u.a. 9 Klassenräume, 2 Zeichensäle, 2 Lehrmittelzimmer, 1 Handarbeitssaal, 1 große Turnhalle und je ein Gemach für die Kanzlei und die Abhaltung von Konferenzen."


"Anlässlich des 60jährigen Regierungs-Jubiläums unseres Kaisers wurden am 26. April 1908 in der Nähe des Schulhauses zwei Eichen gepflanzt, als bleibendes Erinnerungszeichen vaterländischer Begeisterung."
Hundert Jahre danach steht wenigstens noch eine der Eichen im Eingangsbereich zum Grundstück in der Steinergasse.


Im Jahr 1927 wurde in der Bürgerschule ein Physiksaal samt Schüler-Laboratorium errichtet.

"Um den Verkehr mit allen Behörden und Ämtern zu beschleunigen wurde ein Staatstelefon zugemittelt."

Die Knaben-Hauptschule umfasste zu diesem Zeitpunkt 5 Klassen mit 151 Kindern, die Mädchen-Hauptschule 6 Klassen mit 152 Kindern, in Summe 303 Kinder. (Im Schuljahr 2008/09 sind es 308 Kinder). Schon 1929 wird ein Kindergarten mit 81 Kindern erwähnt. Die Bürgerschule wurde in weiterer Folge in "Hauptschule für Knaben und Mädchen" umbenannt.

 

"Am 25. Oktober 1912 fand die feierliche Einweihung und Eröffnung des Jugendspielplatzes vor der Jubiläums-Bürgerschule statt."

Genau an diesem Platz (siehe auch Luftbild) wurde unter der Amtszeit von Bezirksvorsteher Hans Lackner ebendort eine Rundturnhalle gebaut, die nach ihm benannt wurde.
1973 konnte sie eröffnet werden.

 

In den Siebziger-Jahren wurde die Idee der "Integrierten Gesamtschule" am Standort Steinergasse umgesetzt.

Fast 90 Jahre nach seiner Einweihung ist das Schulhaus in der Steinergasse sichtlich in die Jahre gekommen und baufällig.


Ende der Neunziger Jahre wurde auch der Schulbau ein Opfer der Klimaveränderung - lange Trockenheit ließ den Untergrund entlang des Knotzenbaches instabil werden.
In der Folge wurde das Gebäude unbenutzbar und durch einen Neubau ersetzt. Dieser Neubau besteht im Jahr 2008 seit 10 Jahren.